Automatischer, Externer Defibrillator
Hilfe gegen den plötzlichen Herztod

Der Tod durch plötzliches Herzversagen trifft in Deutschland unsere Mitmenschen 12-mal häufiger als der Verkehrstod! Es sterben pro Jahr mehr als 100.000 Menschen an plötzlichem Herzversagen. Damit ist dieser  Herztod in Deutschland die häufigste Todesursache. Überwiegende Ursache des Herzversagens ist das Herzkammerflimmern. Das bedeutet, dass die Herzmuskulatur unkoordiniert arbeitet und somit das Herz kein Blut mehr in den Kreislauf pumpen kann. Die einzig wirksame Behandlung des Kammerflimmerns ist die sofortige Defibrillation (Stromstoß) in Verbindung mit den Basismaßnahmen der Wiederbelebung (Atemspende und Herz-Druck-Massage).

Bei der elektrischen Defibrillation wird über großflächige Elektroden ein Stromstoß auf den Körper des Betroffenen gegeben. Dadurch soll das ungeordnete Flimmern (Fibrillieren) der Herzmuskelfasern unterbrochen werden. Ziel ist es, damit die regelrechte Pumparbeit des Herzens wiederherzustellen. Die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Defibrillation wird entscheidend durch den Faktor Zeit begrenzt: Je früher die Defibrillation durchgeführt wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Patient überlebt. Eine Kombination aus unverzüglicher Frühdefibrillation und erweiterten medizinischen Maßnahmen durch den Rettungsdienst erhöhen die Überlebenschance des betroffenen Menschen um bis zu 60 %. Wird hingegen erst nach zehn Minuten defibrilliert, beträgt die Überlebenswahr- scheinlichkeit nur ca. 5 %. 

Vor dem Einsatz des AED muss niemand Scheu haben: Nach dem Einschalten gibt  er per Sprachanweisung alles klar und verständlich vor. Auch wird der Helfer über die korrekte Platzierung der selbsthaftenden Elektroden informiert. Die Abgabe der Stromstöße erfolgt vollautomatisch. Insgesamt ist die Bedienung einfacher als z.B. bei einem Handy. Damit ist der AED ein Gerät, mit dem selbst Laien Leben retten können. 

(Foto: suedtondern-foto.de)

Das Foto zeigt Vorstandsmitglieder des "Freundeskreis Notfallrettung e.V." bei der Präsentation des AED-Gerätes.
 

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